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band_web_2258 finale_jazz-gala-2010 Fred Frith - 2010 Enrico Tomasso und Aureli Tropez

St. Philip Street Quintet 2013

St. Philip Street Quintet beim Jazz-Frühschoppen im Weingut Willersinn

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Auf der grünen Wiese saßen die Jazzfans und Gäste des Weingutes Willersinn dicht gedrängt unter dem wolkenlosen blauen Himmel. Sie ließen sich die köstlichen Rebensäfte munden, denn bei diesem herrlichen Wetter hatten zahlreiche Freunde des traditionellen Jazzfrühschoppens ihre Autos in der Garage gelassen und nutzten den Tag für einen Radtour oder einen Spaziergang zum Hofgut zwischen Nieder-Olm und Stadecken-Elsheim. Unter der Sonnenmarkise spielten die fünf Musiker des „St. Philip Street Quintets“ die Kompositionen des ursprünglichen Jazz aus New Orleans. Gut „behütet“ mit Kappen und Sonnenkrempen genossen die Gäste die swingende Musik.

Getragen im Tempo sowie mit sattem Posaunenton und seiner heiser-rauen Stimme interpretierte Harald Blöcher jenen Song, den W. C. Handy 1926 aus alten Liedern zusammen-“komponiert“ hatte. Hier eine Textzeile und dort ein Melodiefragment – so entstand „Careless Love“. Es war ein Blues, der sich – wie die Bandleaderin Jutta Klauer charmant moderierte – mit seiner Melodie zur Grundlage des Schlagers „Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand“ verwandelte. Songs wie die „Bourbon Street Parade“, „I wish I could Shimmy like my sister Kate“, „Lord, Lord“ oder der “Buddy Bolden Blues” und “Lady be good“ spielten die Musiker mit dem notwendigen Feeling für den alten Jazz aus der Geburtsstadt der „schwarzen Musik“. Harald Blöcher blies auf der Posaune in der Regel die Melodielinie, die von Dieter Ludwig auf der Klarinette umspielt und verziert wurde. Jutta Klauer zeigte in den Soli harmonische Kreativität und erwies sich in den Läufen als eine Meisterin der Slaptechnik auf dem Kontrabass, wenn sie die Saiten auf die Stege knallen ließ. Eher dezent legte Schlagzeuger Tom Schilp mit der Bassistin die rhythmische Grundlage, während Dominik Dötsch die Noten mal schnell, mal gefühlvoll aus dem E-Piano perlen ließ.

Zum musikalischen Genuss kam an diesen herrlichen Frühlingstag der leibliche aus den Töpfen von Pollers feiner Küche. Spargel stand natürlich auf der Karte, aber auch rustikale Kleinigkeiten, die gut zu dem Wein und Sekt des Gutes Willersinn passten. Crèpes bot Marie-Pierre an und selbst die „Taschentanten“ fanden mit ihren Produkten guten Zuspruch.

Die rheinhessischen Kultur- und Weinbotschafter sowie der Jazzclub Rheinhessen, die gemeinsam zum Jazzfrühschoppen eingeladen hatten, freuten sich, dass mehr als 250 Gäste den Weg zu der musikalischen wie kulinarischen Veranstaltung gefunden hatten. Sie waren mit dem Zuspruch ebenso zufrieden wie Gastgeberin Ellen Willersinn, die an diesen Tag mir ihren Gehilfinnen beim Füllen der Gläser kaum nachkam.

Klaus Mümpfer

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