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Riverboat-Shuffle 2014

Riverboat-Shuffle_2494_websiteWegen der vielen Feiertagswochenenden und der Fußballweltmeisterschaft hat der Jazzclub Rheinhessen seine 18. Riverboat-Shuffle auf Sonntag, den 1. Juni vorverlegt. Bei bestem Wetter heißt es in Bingen “Leinen los“ auf dem Riverboat. Dank einer größeren Gruppe von Mitgliedern der “IG Pfrimm“ und deren Freunde aus Worms und vielen Fans beider Bands kann sich der Jazzclubvorsitzende Karlheinz Belzer über ein gut gefülltes Schiff mit über 300 Gästen freuen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Rüdesheim nimmt die “MS Vater Rhein“ Fahrt auf stromabwärts in Richtung Loreley.
Im Oberdeck genießen die Freunde des traditionellen Jazz die Kultband “En Haufe Leit Jatzmussigg“ aus Darmstadt, die im nächsten Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Mit ausgelassener Spielfreude präsentiert das Nonett vorwiegend traditionellen Jazz im New Orleans-Stil. Klaus Gaa (Trompete) als Gast, Norbert Hanf (Klarinette und Piano), Dirk Reccius (Posaune und Tuba), Rolf Lang (Alt- und Tenor-Saxophon), Hillrich Kloppenburg (Sopran-Saxophon) und Alfred Heupt (Gesang und Piano) bilden die Frontline. Für den richtigen Rhythmus sorgen Klaus Gottmann (Banjo), Roland Ulatowsky (Bass) als Gast und Thomas Hoffmann (Schlagzeug). Mit dem urigen Gesang von Alfred Heupt fühlt man sich in die Jazzkneipen des French Quarters zurückversetzt. Eine Spezialität der Band ist der karibische Rhythmus, mit dem die Musiker bei mehreren Aufenthalten in New Orleans konfrontiert wurden. Als typische Beispiele hierzu dienen “Go To New Orleans“ oder auch “Rum And Coca Cola”, das von den Andrew Sisters (um 1940) und 30 Jahre später von Professor Longhair populär gemacht wurde.
Während sich das Oberdeck schnell füllt, muss das “Volker Klimmer Quintett“ anfangs vor fast leeren Rängen antreten, da viele Gäste auf das Freidecks strömen, um dort das schöne Wetter und den tollen Blick auf beeindruckende Kulisse links und rechts des Rheins zu genießen. Aber schon bald füllt sich das Unterdeck immer mehr mit interessierten Zuhörern, denen die relaxte Spielweise der Combo und der coole Gesang von Djulia zu gefallen scheinen. Der pensionierte Apotheker Volker Klimmer (E-Piano) aus Kaiserslautern hat mit Ralph ‚Mosch’ Himmler (Trompete, Flügelhorn), Helmut Engelhardt (Saxophon), Jörg Kirsch (Bass) und Christoph Jung (Schlagzeug) eine starke Truppe zusammengestellt. Neben Jazzsongs aus der Swingära wie “Fly Me To The Moon“, “Night And Day“ oder “Summertime” werden auch einige zeitgenössische Titel wie “The Chicken“ von Pee Wee Ellis oder “Mercy, Mercy, Mercy“ von Joe Zawinul präsentiert. Besonders viel Beifall erntet die Truppe mit ihrer Version von Duke Ellingtons “Caravan“. Lustig anzuschauen ist auch, wie in einigen Songs Startrompeter Ralph ‚Mosch’ Himmler mit Sängerin Djulia flirtet, was das Zeug hält.
Als das Riverboat bei tollem Wetter die Loreley erreicht, findet sich ein gutes Dutzend Musiker aus beiden Bands auf dem Freideck ein, um unter freiem Himmel am Fuße des berühmten Felsen „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin“ zu intonieren, was wohl bei vielen Gästen als ein so schnell nicht zu vergessendes Erlebnis empfunden wird. Nachdem die Super-Band vor den nun dicht gedrängten Jazz-Fans noch einige Songs zum Besten gab, spaltet sich ein Trio mit Trompeter ’Mosch’ Himmler, Dirk Reccius (Posaune) und Klaus Gottmann (Banjo) ab, um an einer anderen Stelle des Freidecks zu jammen. Man konnte sich fühlen wie auf dem Mississippi nahe New Orleans, wobei zwei Begegnungen mit dem überhundertjährigen Schaufelraddampfer ’Goethe’ dieses Gefühl noch verstärkte. Kommentar einer Wormser Jazzfreundin: „So tollen traditionellen Jazz gibt’s auf dem Wormser Jazzfestival leider kaum mehr zu hören“.
Nachdem bereits einige Gäste in Rüdesheim dass Schiff verlassen haben, verabschieden sich “En Haufe Leit“ auf der Überfahrt nach Bingen mit den Hits “Ice Cream“, “When The Saints“ und “What A Wonderful World“ von ihren Fans. Ludwig Lang

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