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Red Hot Dixie Devils

“Red Hot Dixie Devils”
am 10. März 2008 im Weingut Junghof, Undenheim

Red-Hot-Dixie-Devils

Mit dem Standard „Avalon“ begannen die “Red Hot Dixie Devils“ nach der Mitgliederversammlung des Jazzclub Rheinhessen überaus fetzig. In einheitlich schwarzer Kleidung mit roter Fliege gaben die vier Vollblutmusiker auch optisch ein tolles Bild ab. Im vollbesetzten Weingut Junghof der Familie May-Jung in Undenheim spielte das Schlagzeug- und Kontrabass-lose Quartett um Clubmitglied Sven Hack erstmalig für den Jazzclub. Mit drei Bläsern und Banjo sind die “Dixie Devils“ als Marchingband ausgelegt.

Die vollkommen „unplugged“ spielenden „Dixie Teufel“ haben sich seit ihrer Gründung 1996 einen guten Namen in der Jazz-Szene gemacht. Pfiffige Arrangements, virtuos swingendes Zusammenspiel und ein zum Mitsingen animierender Chorgesang wie das „Glory, Glory Hallelujah“ in „John Brown’s Body“ prägen den Sound des Quartetts. Sven Hack, der abwechselnd mit Altsaxophon und Klarinette agiert, und Klau Gaa an der Trompete in der Frontline sowie Henrik Dahn am Banjo und Harold Nardelli an der Tuba in der Rhythmusgruppe brachen schnell das Eis und sorgten für eine ausgelassene Stimmung. Aber nicht nur die Frontliner bliesen tolle Soli, auch Banjomann und Tubist wussten durch tolle Soli wie z.B. in „Lazy river“ zu gefallen.

Nach einem kurzen ersten Set, der mit „You are my sunshine“ endete, wurde zum Mitjazzen aufgefordert. Ludger De Brouwer aus Mainz packte ein weiteres Banjo aus und vervollständigte die Formation zu einem Quintett mit zwei Banjos. Toll wie die beiden Banjoplayer, die wohl zum ersten Mal miteinander jazzten, harmonierten. Mit Ludger De Brouwer, der sich auch sofort vokalistisch engagierte, kam eine neue Klangfarbe ins Spiel: es wurde auch mal deutsch gesungen wie in „Wochenend und Sonnenschein“.

Mit „Some of these days“ wurde es dann wieder jazziger. Als dann mit Clubmitglied Reinhold Ruhe ein weiterer Sänger die Bühne betrat, einigte man sich auf die Titel „Jambalaya“ und „Dinah“, die Reinhold in typischem New Orleans-Sound zum Besten gab. Nach dem jiddischen „Bei mir bist du schön“ ging mit einem kreolischen Medley „Eh La Bas / Salee Dame“ mit den beiden langjährigen Kumpels und „Crème Créole“-Gründern Erich Sirrenberg und Reinhold Ruhe als Sänger ein abwechslungsreicher und unterhaltsamer Abend zu Ende, der fast noch etwas länger hätte dauern können.

Wer die „Red Hot Dixie Devils“ in diesem Jahr nochmals erleben möchte, hat bei der Riverboat-Shuffle des Jazzclub Rheinhessen am Sonntag, 15. Juni ab 11.00 Uhr von Bingen zur Loreley und zurück die Gelegenheit dazu. Hier wird die Formation als Quintett in geänderter Besetzung zu hören und zu sehen sein.

Ludwig Lang

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