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Maiwanderung 2014

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Mehr als einhundert Jazz- und Weinfreunde kamen zur 1.Mai-Wanderung des Jazzclub Rheinhessen im Weingut Belzer in Guntersblum und schauten traurig gen Himmel, aus dem es in Strömen regnete. Die geplante Wanderung in die Guntersblumer Weinberge musst erst mal abgeblasen werden. Doch just, als der erste Programmpunkt abgearbeitet war – für jeden Gast wurde als Begrüßungsschluck ein Glas Secco ausgeschenkt – hatte Petrus ein Einsehen und es hörte auf zu regnen. Der Plan “B“ wurde zur Seite gelegt. Hausherr und Jazzclub-Vorsitzender Karlheinz Belzer rief auf zum Start der Wanderung. In einer langen Schlange bewegten sich die Gäste durch die Weinberge. Wer das Glück hatte in der Nähe des Winzers Belzer zu laufen, konnte interessante Details zu Reben und Wein mitbekommen.

Als die ersten Wanderer nach etwa einer Dreiviertelstunde das „Leckbart-Heisje“ erreichten, intonierten die Speyer City Stompers in der steinernen Weinbergshütte bereits „Alabama Jubilee“ und den „Bugle Boy March“. Das in der Rheinpfalz beheimatete Sextett war im Traktor-gezogenen Weinbergswagen vorausgefahren. Der Name „Leckbart“ bedeutet Feinschmecker und weist auf die Weinbergslage hin.

Die traditionelle Jazzband um Clubmitglied Horst Staath aus Hagenbach bei Karlsruhe teilte sich auf in zwei Trios. Im talseitigen Teil der Hütte spielte die Frontline mit Andeas Hack (Alt- und Sopran-Saxophon), Michael Tropf (Klarinette und Tenor-Saxophon) und Horst Staat (Posaune), während das Trio der Rhythmusgruppe mit Karl Maier (Sousaphon), Drummer Augustin Tomecki und Wulf Buhre (Banjo) im bergseitigen Teil der Hütte gegenüberstand. Das Repertoire der Band, die bereits 1984 als „New Ice Cave Stompers“ gegründet und 1998 umbenannt wurde, besteht vorwiegend aus Stücken des New Orleans- und Chicago-Jazz des früheren 20. Jahrhunderts.

Währenddessen konnten die Gäste eine knappe Stunde mit der Verkostung von Weinen des Weinguts Belzer und leckeren Wingertsknorzen verweilen. Der Aufenthalt am Leckbart-Heisje bereitete mit tollem Live-Jazz viel Spaß. Passend zum Anlass intonierte die Band auf besonderen Wunsch „Der Mai ist gekommen“. Beim „Sheik of Araby“ hatte Drummer Tomecki den passenden Kopfschmuck parat. Bei mittlerweile angenehmen Temperaturen ging es anschließend wieder zurück zum Weingut.

Während die Band im ausgeräumten Kelterhaus zwei weitere Sets mit traditionellem Jazz präsentierte, ließen sich die Gäste das von der Guntersblumer Metzgerei Dieter Sekulla angelieferte Mittagessen schmecken: paniertes Schnitzel mit Champignons und buntem Buttergemüse oder fleischlos ein leckerer Gemüse-Frischkäsestrudel, beides mit  Petersilienkartoffeln und Salat.

Obwohl an diesem Tag anderer Orts so manche Veranstaltung regelrecht ins Wasser fiel, hat es in Guntersblum zwischen zehn und 15 Uhr keinen Tropfen geregnet. Und weil dazu von der Organisation her alles stimmte, hat die Maiwanderung mit Rahmenprogramm bei Gästen und Veranstalter viel Zuspruch gefunden. Im nächsten Jahr ist eine Wiederholung geplant, wobei Partenheim als Veranstaltungsort vorgeschlagen wurde.          
Ludwig Lang

 

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