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Mason: Erinnerung an „Satchmo“

Rod Mason & Hot Five am 12. April 2014  in Saulheim

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An einem Abend wie diesem dürfen die Hits des traditionellen Jazz wie „Honeysuckle Rose“, „Petite fleur“ oder die Moritat von „Mackie Messer“ nicht fehlen. Das weiß auch der Kornettist Rod Mason, der mit seinen „Hot Five“ auf Einladung des Jazzclubs Rheinhessen in der gut besuchten Saulheimer Sängerhalle gastiert. Dem nach Ansicht von Kritikern und Anhängern „vielseitigsten Weltklasse-Trompeter mit der erschreckenden Fähigkeit, zu klingen wie Louis Armstrong“ gelang es bereits mit den ersten Riffs, das Publikum mitzureißen und beim „Glory Halleluja“ gegen Ende des begeisternden Konzertes sangen die zahlreichen Jazzfreunde im Saal auf Anregung des 74-Jährigen lautstark mit.

Rod Mason bläst ein Kornett, das mit seinem tieferen Trichter etwas weicher  und runder als die Trompete klingt, auch wenn damit die dynamischen Möglichkeiten etwas eingeschränkt werden. Deutlich wird dies, als später der Sousaphonspieler  Clive Fenton in der Fats Waller-Komposition „Honeysuckle Rose“ zur Trompete greift, elegant in die hohen Lagen steigt und mit feiner Jazz-Phrasierung singt. Mason hingegen, der nicht nur mit dem strahlenden Ton seines Kornetts als legitimer Nachfolger des legendären „Satchmo“ überzeugt, singt mit heiserem und rauem  Organ  wie sein großes Vorbild. Damit reißt er bereits zu Beginn des Konzertes bei dem langsamen Blues „That´s home“ sowie der nachfolgenden schnelleren „Easter Parade“ die Gäste des Jazzclubs Rheinhessen mit.

Souverän ist das Kollektiv-Spiel der „Hot Five“, in der Mason auf dem Kornett die Melodielinie spielt, die von Andy Leggett mit der Klarinette umrankt und verziert wird, während John Mortimer auf der Posaune die harmonische Basis bläst. Für den präzisen Rhythmus sorgen der unermüdliche und time-sichere Fenton mit dem Sousaphon, als Gast Jürgen Kulus mit dem Banjo und der sich humorvoll in Szene setzende Komödiant der Gruppe, Uwe Rössler, am Flügel. Fenton spielt sein riesiges Blasinstrument mit einer erstaunlichen Beweglichkeit, Kulus erhält die Gelegenheit, bei einem Solostück mit virtuoser Grifftechnik in „rolls“ und Picking faszinieren. Rössler ist ein vielseitiger Pianist, der beim Blues mit Über-Hand-Griffen oder fließenden und eleganten Stride-Läufen ebenso überzeugt wie mit einem schnellen Boogie-Woogie, bei dem Posaunist Mortimer mit der Blues-Harp Akzente setzt.

Klaus Wegener bläst hin und wieder das Altsaxophon expressiv wie in dem Spiritual „Lucky old sun“. Beim berühmten Million-Seller „Petite Fleur“ von Sidney Bechet bläst und haucht er die Klarinette gefühlvoll, bricht die Sentimentalität aber immer wieder mit kraftvollem Ton auf.

So bewundert Rod Mason mit seinen Hot Five „Mona Lisa“, wandert zu den „Blue Berry Hills“ und belohnt das Publikum, das die Künstler mit frenetischem Applaus feiert, zu mit einem Gospel-Medley als Zugabe.

Eine Antwort auf Mason: Erinnerung an „Satchmo“

  • wer schreibt einen solchen Artikel?
    Andy Leggett war nicht da !!! oder er kam im zweiten Teil, den ich nicht mehr erlebt habe, da ich wegen der ganz schlechten Akustik das Konzert verließ.
    Von frenetischem Beifall war nichts zu spüren.

    Gruß, Jupp Carl

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