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„Groove Jazz Fanatics“ spielfreudig in Guntersblum

Groove Jazz_Hertel_HomepageDie Vorankündigungen für den Auftritt der „Groove Jazz Fanatics“ um den Pianisten Andreas Hertel im Guntersblumer Kulturhaus versprachen ein äußerst abwechslungsreiches Programm mit viel facettenreicher Clubmusik angesiedelt zwischen Jazz, Soul, Gospel und Loungesound.
Aus dem 1958 aufgenommenen Jazzalbum von Art Blakey begann das Trio mit „Moanin’“ einem rhythmisch intensiven Titel. Von Andreas Hertel folgte „It’s up to you“. Der vorwärtsdrängende Beat und die Prägnanz in Verbindung der Musizierfreude des Trios wurde seh- und hörbar.
Grundton der Zuversicht
Für seinen Sohn Frederik schrieb Andreas Hertel die Ballade „Für F“, die einen Grundton der Zuversicht und Hoffnung ausstrahlt. Der schöne Dialog zwischen Bass und Piano verlief unter einem weiten Spannungsbogen. Der sehr eingängige und markante Sechsachteltakt des Jazz Walzers „This here“ von Bobby Timmons lädt ein zum Relaxen (Augen zu und Ohren auf).
Zwei Kompositionen von Andreas Hertel „Hope and joy“ und „Ratz-Fatz“ boten dem Trio vor der Pause noch einmal die Möglichkeit ihrer Spielfreude und musikalischen Interaktion freien Lauf zu lassen. Andreas Hertel am Piano, Joey Becker am sonoren E-Bass und Johann Tiefenthaler als mitreißendem Schlagzeuger. Die beiden Stücke machten Lust auf den zweiten Teil des Abends.
Der mitreißende Groove von „Back at the Chicken Shack“ aus dem 1960 entstandenen Album von Jimmy Smith ließ zu Beginn des zweiten Teils aufhorchen. Herrlich, der unvergessliche Hammond-Sound. Die auf einem Fretless-Bass gespielte lyrische Basslinie in dem Gospel „Gewiss“ von Andreas Hertel ist eine Kostbarkeit und eine ganz feine Stimmungsmusik. Dynamik und Kraft kennzeichneten den Soul-Jazz-Klassiker „Cold duck time“
„African dance“ und „Gospel“ von Andreas Hertel waren ein eindrucksvolles Kontrastprogramm musikalischer Stimmungen. Zum einen synkopierte Rhythmen mit markantem Bass Intro, zum anderen warme Harmonien mit ruhigem Puls. Das Thema des Gospels: Dank statt Klage. Das herausragende Schlagzeugsolo von Johann Tiefenthaler in dem Stück „Kurz und schmerzlos“ riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Die „freundlichen Fanatiker“, Andreas Hertel am E-Piano, Joey Becker am E-Bass und Johann Tiefenthaler am Schlagzeug, absolute Profi-Musiker, bedankten sich mit zwei wunderschönen Zugaben: „Mo better blues“ von Branford Marsalis mit Anklängen von „I will follow him“ und dem luftig leichten „Red Blues“ von Andreas Hertel.
Bernhard Mayer (Allgemeine Zeitung)

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