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Gary Fuhrmann und Daniel Wolf

Fuhrmann_WolfHarmonisches Klangbild mitSaxophon und Orgel
Nach dem großen Erfolg vor zwei Jahren entschlossen sich die evangelische Kirchengemeinde St. Peter Worms-Hochheim und der Jazzclub Rheinhessen zu einer zweiten Auflage von „Saxophon trifft Kirchenorgel“ mit verändertem Programm. So strömten auch dieses Mal die Gäste zahlreich in die mit Kerzen beleuchtete Bergkirche. Gemeindepfarrerin Yvonne Siegel freute sich über den guten Zuspruch und stimmte die Besucher mit einem zur Jahreszeit passenden Gedicht auf das Konzert ein.
Obwohl der Eintritt der Instrumente Orgel und Saxophon in die musikalische Welt mehrere Jahrhunderte auseinander liegt und die Klangcharakteristiken unterschiedlicher nicht sein können, schafften es die beiden Künstler Daniel Wolf, Organist in der Gemeinde St. Martin und Chorleiter des Martins-Chores, sowie Gary Fuhrmann am Sopran-Saxophon, ein äußerst harmonisches Klangbild zu erzeugen.
Mit dem Adventslied „O Heiland reiß die Himmel auf“ aus dem 17. Jahrhundert begann das Konzert im Duo, wobei Daniel Wolf seinen Part auf einer Truhenorgel spielte. Nach der tänzerisch, eingängigen Melodie „Anitras Tanz“ und der klagenden Weise „Solvejgs Lied“ aus Edward Griegs Schauspielmusik „Peer Gynt Suite“ erklingt das „Andantino“ aus „Prélude, Fugue et Variation“ von Cèsar Franck. Daniel Wolfs virtuose Solo-Improvisation auf der großen Kirchenorgel war unterlegt mit einem an Schiffsmotoren erinnernden, düster-bedrohlichen Basston, übergehend zum Höhepunkt des Konzerts, dem 1000 Jahre alten Hymnus „Conditor Alme Siderum“ (Gott heiliger Schöpfer aller Stern). Gary Fuhrmann begann seinen Part in der Krypta und schritt langsam Stufe für Stufe nach oben in den Kirchenraum, während Daniel Wolf ein Register nach dem anderen zog bis hin zu opulenten Tutti.
Im zweiten Teil des Konzerts folgten die Jazz-Standards „Maiden Voyage“ von Herbie Hancock sowie „All Blues“ von Miles Davis aus dem legendären Album „Kind of blue“ aus dem Jahre 1959. Die sich anschließende überaus virtuose, farbenfrohe Solo-Improvisation Gary Fuhrmanns ist gekennzeichnet durch Tonverfremdungen und das Ausloten des gesamten Tonumfangs. Thelonious Monk und Paul Desmond schufen die beiden weltweit populären Jazz-Hits „Round Midnight“ und „Take Five“, zwei Evergreens zum Zurücklehnen und Fingerschnippen. Mit dem traditionellen Adventslied „Maria durch den Dornwald ging“ als Zugabe endete ein besinnlicher Abend unter großem Applaus. Der Spendenerlös kommt der Innenrenovierung der Bergkirche zugute. (Wormser Zeitung)

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