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Dirk Raufeisen

Dirk Raufeisen

in Monsheim, 16.11.2008

Dirk-Raufeisen

Eine gelungene Mischung aus Swing, Blues und Boogie servierte das „Jazzfingers Trio“ seinem Publikum in der Anhäuser Mühle. Mit diesem Konzert klang die vom Jazzclub Rheinhessen, der Verbandsgemeinde Monsheim und dem Verkehrsverein Südlicher Wonnegau organisierte Veranstaltungsreihe für dieses Jahr auf hohem Niveau aus.

Schnell wurde klar, weshalb das Trio den Namen „Jazzfingers“ trägt, denn die flinken Finger von Pianist und Sänger Dirk Raufeisen dominierten von Anfang an das musikalische Geschehen. Während der Rest seines Körpers die meiste Zeit unbeweglich blieb, waren die Finger ständig in Aktion. Mal wild auf die Tasten einhackend, dann wieder in atemberaubender Geschwindigkeit über die Klaviatur eilend, beeindruckte Raufeisen durch sein technisches Können. Mitreißend geriet seine Solo-Darbietung beim selbst komponierten „Up and down Boogie“, bei dem so manchem Zuhörer das Tanzbein gejuckt haben dürfte.

Aber auch bei gefühlvollen Stücken wie dem „Satin doll“ zeigte sich Raufeisen von seiner besten Seite. Die sanften, perlenden Melodien schien er locker aus dem Handgelenk zu schütteln, während seine musikalischen Mitstreiter für eine stimmungsvolle Begleitung sorgten. Hin und wieder griff Dirk Raufeisen auch zum Mikrofon, um wie ein klassischer Moderator durchs Programm zu führen und manchmal auch seine Gesangsstimme erklingen zu lassen.

Götz Ommert, der zu den führenden Bassisten der deutschen Jazz-Szene zählt, spielte einen melodischen Bass, der besonders durch seine warme Klangfarbe auffiel. So entlockte er seinem Instrument die wunderbare Melodie von „You are my sunshine“, während das Klavier nahtlos in die Begleiterrolle schlüpfte. In seinen ausgedehnten Solo-Passagen zeigte sich, dass Ommert mit Raufeisen auf einer Augenhöhe musiziert, denn auch seine Spielweise ist geprägt von technischer Brillanz. Nach zwanzig Jahren des gemeinsamen Spielens sind die beiden perfekt aufeinander abgestimmt und sind in der Lage, auf jede Schwankung des anderen zu reagieren.

Tobias Schirmer komplettiert das „Jazzfingers-Trio“ am Schlagzeug. Mit deutlichem Abstand der jüngste Musiker in der Formation, sorgt er mit seiner agilen Spielweise dafür, dass die Gruppe nie den Schwung verliert. Auch Schirmer konnte an diesem Abend seine Klasse unter Beweis stellen, gerade bei den Swing-Nummern war er voll in seinem Element. Auch beim harmonisch verfremdeten Beatles-Klassiker „Can´t buy me love“, gelang es ihm, Akzente zu setzen.

Gunter Weigand, Wormser Zeitung vom 18.11.2008

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