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Clubabend 2015 mit Creole 4

MV-JamSession_Creole_Website_08_05 Mitgliederversammlung 2015 und Jamsession
Nach der harmonisch verlaufenen Mitgliederversammlung mit der Neuwahl des Restvorstandes beginnt das Quartett “Créole 4“ um Clubmitglied Hans-Michael Barth mit dem Klassiker “C Jam Blues“. Im wieder äußerst gemütlichen, mit Kerzen beleuchteten Weingut Junghof der Familie May-Jung in Undenheim entwickelt sich eine zünftige Jazzkeller-Atmosphäre. Fast alle der etwa 50 Clubmitglieder sind noch zum zweiten Programmpunkt des Abends geblieben und haben das sicher nicht bereut.
1992 gründete Clubmitglied Erich Sirrenberg die “Crème Creole Jazzband“, die 2001 nach einigen Umbesetzungen ihren Namen in “Viva Creole“ änderte. Ohne zwei Bläser in der Frontline und Sänger Manfred Kaiser spielt die Band auch als Quartett bei kleineren Veranstaltungen, zum Beispiel in der Instrumentierung des Dave Brubeck Quartet mit Detlev Erbsmehl am Altsaxophon, Hans-Michael Barth am Keyboard, Uwe Sirrenberg am Bass und Volker Gangluff am Schlagzeug.
Im ersten Set werden vorwiegend traditionelle, aber auch modernere Jazz-Standards präsentiert, teilweise mit interessanter persönlicher Note. In Joe Zawinuls “Mercy Mercy Mercy“ setzt Frontmann Detlev Erbsmehl, der nebenbei bemerkt ausgebildeter Orchestermusiker am Fagott ist, neben dem Altsaxophon auch in einem langen Chorus die Querflöte ein, was dem souligen Stück eine neue Klangfarbe verleiht. Ein erhebliches Staunen beim Publikum erzeugt die sehr eigenwillige Interpretation Paul Desmonds “Take Five“ nicht wie im Original im Fünfvierteltakt, sondern im ungewohnten Viervierteltakt. Derart verfremdet ist “Take Four“ nicht auf Anhieb erkennbar. Dafür ist der Widererkennungsgrad bei den Gershwin-Klassikern “Oh! Lady Be Good“ und „Summertime“ entsprechend höher.
Nach einer kurzen Pause ruft Hans-Michael Barth zur Jam-Session auf – leider erfolglos. Ob kein Instrument parat ist oder die Angst vorherrscht, bei der gut eingespielten Formation unrühmlich aufzufallen, lässt sich nicht klären. Nach Bobby Timmons’ souligem Klassiker „Moanin“ präsentiert Creole 4 ihr creolisches Paradestück “Laughin’ Samba“, in dem Pianist Hans-Michael Barth seinem Keyboard verblüffend echt wirkende Steel-Drum-Klänge entlockt, während Detlev Erbsmehl wieder zur Flöte greift und Volker Gangluff mit einem überbordenden Schlagzeug-Solo glänzt. Rockig wird es “Hello Josephine“; den Gesangspart von Fats Domino, der mit dem Stück anno 1960 einen Riesenhit landete, steuert Bassist Uwe Sirrenberg bei.
Créole 4 hinterlässt in Undenheim einen hervorragenden Eindruck. Insbesondere Detlev Erbsmehl an Altsaxophon und Querflöte begeistert mit tollen Läufen und variablem Spiel. Nach dem stimmungsvollen “On the Sunny Side of the Street“ erklatscht sich das immer noch zahlreiche Publikum mit dem Cajun-Song “Jambalaya“ eine letzte Zugabe. Ludwig Lang

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