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Clubabend mit BlueNite-Ensemble

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Der satte Sound des Sextetts füllte den Raum des Junghofes in Undenheim. Kraftvoll interpretieren Tenorsaxophon und Posaune unterstützt von der Wucht der Rhythmusgruppe mit Keyboard, E-Bass und Schlagzeug sowie abgerundet durch das filigrane Vier-Klöppel-Spiel auf dem Vibraphon Charlie-Parkers „Now´s the time“ von 1945. Melodisch und harmonisch fast traditionell passt die Komposition gut in das Repertoire des „BlueNiteSession-Ensembles“, das nun seit fast acht Jahren seine Mitglieder aus den Musikern der Wormser Jazz-Initiave „BlueNite“ rekrutiert. Dieses Mal waren auf Einladung des Jazzclubs Rheinhessen Antje Bockel, Posaune, Sebastian Mettenheimer,  Tenorsaxophon, Oliver Baltz, Keyboard, Tobias Jung, Bass, Alexander Golub, Schlagzeug und Clubmitglied Werner Lohl mit dem Vibraphon zum Clubabend genkommen.

Begonnen hatte das Konzert mit einer Überraschung. Weil sich der Club nach Lohls Worten die Förderung junger Musiker auf die Fahnen geschrieben habe, durfte die erst neun Jahre alte Tochter Saryna des Junghof-Wirtes Ernst May-Jung auf der Klarinette zuerst in der swingend-jazzigen Begleitung des Pianisten, dann mit der ganzen Band ihr „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ spielen. Das Publikum feierte die kleine Künstlerin mit anhaltendem Applaus.

Jerome Kerns „Alll th things you are“ reizte nicht nur Dizzy Gillespie und den Experimentiergeist viele Künstler, sondern auch die Kreativität des BlueNite-Ensembles. Mit diesem Stück eröffnet das Sextett sein Programm , das an diesem Abend den zahlreichen Gästen von Arthur Johnstons Sterntaler-Song „Pennies from heaven“ mit seinem vielfältigen harmonischen Potenzial bis zu Duke Ellingtons Bekenntnis „It don´t mean a thing, if it ain´t got that swing“ reicht. In dieser Komposition wie im „One note-Samba“ und anderen Stücken konnte sich Lohl auf dem hell timbrierten und flüssig-tänzerischen Vibraphon präsentieren, während Saxopohon sowie Posaune sich umspielten und -rankten und der Pianist seine Soli mit Zitaten aus der Jazzgeschichte schmückte. Schnörkellos zupft Bassist Jung seine eindrucksvollen Läufe und Schlagzeuger Golub setzt oftmals mit hart-akzentuierten Schlägen den Schlusspunkt.

Mit dem Up-Tempo-Stück „I got rhtythm“ von Georg Gershwin riss das Ensemble die kenntnisreichen Zuhörer mit. Füße wippten ebenso beim „Blue Bossa“ im Takt. Das Vibraphon leitet in den Bossa Nova ein, Mettenheimer griff zu Rasseln. Die Posaunistin Bockel beeindruckte in „Pennies from Heaven“ oder in „Sunny“ als sensible und stilsichere Vokalistin.

Dem Programm des Ensembles schloss sich eine Session an, in der unter anderem der Pianist Klaus Saxer gemeinsam mit Golub seine eigene Bearbeitung des „St. Martins-Medley“ mit Melodien aus „Ich geh´mit meiner Laterne“, dem „Wiegenlied“ von Brahms und „Leise rieselt der Schnee“ vorstellte. Danach spielte die Band „Mercy, Mercy, Mercy“, „St. Thomas“ sowie „The Watermelon Man“, wobei in St. Thomas sich Jo Flinner ans Piano setzte, das er körperbetont und mit viel Power bediente. Flinner ist ein bekannter Musiker aus der Frankfurt-Wiesbadener Jazzszene.

Klaus Mümpfer

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