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All That Jazz

All That Jazz zur JHV am 19.03.2012

All That Jazz 2012

Mit den flotten Dixieland-Nummern “Bourbon Street Parade“ und „Basin’ Street Blues“ beginnen ALL THAT JAZZ nach der harmonisch verlaufenen Mitgliederversammlung des Jazzclub Rheinhessen recht traditionell. Im gut besetzten Weingut Junghof der Familie May-Jung in Undenheim spielt die Formation von Clubmitglied Toni Krebs zum wiederholten Mal für den Jazzclub. Neben Toni Krebs am Kornett agieren in der Frontline der auch bei Viva Creole aktive Detlev Erbsmehl am Altsaxophon und Thomas Wagner an der Posaune sowie in der Rhythmusgruppe Wieland Jüterbock aus Marburg am Banjo, Charly Zerfass am Sousaphon und Edgar Walter, Schlagzeuger der Rentnerband in Vertretung für den erkrankten Markus Rothenberger. Zur Freude der anwesenden Jazzfreunde hat Toni Krebs einen der besten und meistgebuchten Trompeter Deutschlands, Ralph ’Mosch’ Himmler, mitgebracht. Der Vollblutjazzer und Hochschullehrer präsentiert sich sehr sympathisch ohne Starallüren und avanciert zum der Star des Abends.

Wieland Jüterbock führt informativ durch das abwechslungsreiche Programm, das im ersten Set eine bunte Mischung bietet aus New Orleans-Titeln wie „Please don’t talk about me when I’m gone“, Calypsos aus dem Repertoire von Harry Belafonte aus den 1960er Jahren wie „Coconut Woman“ oder „Angelina“ oder dem französischem Schlager „C’est Si Bon“, der auch bereits von Louis Armstrong verjazzt wurde. Herausragend auch die Interpretation des Ellington-Klassikers „Creole Love Call“, wobei ’Mosch’ Himmlers brillantes Trompetenspiel Glanzpunkte setzt.

Zwei Titel haben es All That Jazz bzw. Moderator Wieland Jüterbock besonders angetan. Zu Ehren von Pianist und Sänger “Nat ’King’ Cole“ präsentiert die Band den Schlager “Mona Lisa“, der eigens für den amerikanischen Kinofilm “Captain Carey um 1950 geschrieben wurde und mit dem “Nat ’King’ Cole“ einen riesigen Erfolg hatte. Posaunist Thomas Wagner singt “Mona Lisa“ jazziger als Nat ’King’ Cole.

Inspiriert durch den Wunsch des kürzlich zurückgetretenen Bundespräsidenten für seinen Zapfenstreich intoniert die Band „Over The Rainbow“, einen Song aus den späten 30er Jahren, der bereits mehrfach Interpreten unterschiedlichster Couleur zu Weltruhm verhalf. 2001 spielte “DC Terry Wogan“ von BBC den Song in einer Version der bereits 1996 im Alter von nur 33 Jahren verstorbenen US-amerikanischen Sängerin “Eva Cassidy“, worauf ihr Album “Songbird“ zur meistverkauften CD in England wurde. Rund zehn Jahre später geschah in Deutschland Ähnliches. Der schwergewichtigen Sänger und Ukulele-Spieler “Israel ’Bruddah Iz’ Kamakawiwo’ole“ aus Hawaii, der schon 1997 verstorben war, hatte den Song bereits 1993 aufgenommen. Seine Version von „Over The Rainbow“ wurde die erfolgreichste Single des Jahres 2010 in Deutschland und erhielt 2011 posthum den ’Echo’ für den Hit des Jahres.

Die fünf Bläser, Wieland Jüterbock am Banjo und Gast-Schlagzeuger Edgar Walter haben an diesem Abend einen starken Auftritt ohne erkennbare Schwächen und sprühen vor Spiellaune.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ruft Wieland Jüterbock mit ermunternden Worten zur Jam-Session auf. Von den anwesenden aktiven Jazzern war nur Clubmitglied Gerhard Bleckmann – ansonsten bei den Wormser Nibelungenjazzern aktiv – bereit, auf dem Sopran-Saxophon einige Stücke mitzuspielen. So werden dann Jazz-Standards wie „St. James Infirmary“, „Bill Baley“ oder „All Of Me“ in großer Besetzung dargeboten. In „I Can’t Give You Anything But Love” steuert ’Mosch’ Himmler zu guter Letzt noch eine überschäumende Gesangseinlage bei.

Mit „Guten Abend, gute Nacht“ von Johannes Brahms verabschiedet sich die Band von den noch zahlreichen Gästen, die sich über einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend freuen durften.

Ludwig Lang

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