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Carla Bley - 2003 finale_jazz-gala-2010 Lillian Boutte_Reimer von Essen_Clubpage Jiggs Whigham und Henrico Tomasso

Echoes of Swing

Echoes of Swing
4 Jokers in the Pack

EOSP4505 2

So muss es wohl in Harlem in den 30er oder 40er Jahren des 20. Jahrhunderts geklungen haben – und dennoch wiederum nicht. Die vier Musiker von „Echoes of Swing“ graben die alten Noten aus, spielen im Sinne des originären Swing jener Zeit und dennoch bergen die Stücke viele reizvolle Überraschungen, sei es in kurzfristigen Verfremdungen des Themas, in unerwarteten harmonischen Wendungen oder Abwandlungen des Metrums. Die Ballade „Some other Spring“ wird auf eine erfrischende Weise mit dem Piano eingeleitet, treffend die schnelle und nervöse Version des „Royal Garden Blues“, mitreißend die Rhythmen des „Tunesian Trail“oder in anderer Weise „Crêpe Muzette“. Ein wenig zu sentimental wirkt der Gesang von Colin Dawson in „June in January“, gefühlvoll und ohne Übertreibung hingegen Billy Strayhorns „Lament für Jeanette“. Bernd Lhotzky besticht mit seinem Stride-Piano, Chris Hopkins mit beseeltem Altsaxophon, Colin Dawson am stärksten mit der gedämpften Trompeter und Oliver Mewes mit sensiblem Trommelspiel, das auch den Bass ersetzt. Diese Produktion termingerecht zum zehnjährigen Bestehen des stilsicheren und technisch versierten Quartetts wird vor allem die Freunde des traditionellen Jazz ansprechen.

Klaus Mümpfer

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