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Carla Bley - 2003 schaefer_king_bb_151 Jiggs Whigham und Henrico Tomasso Enrico Tomasso und Aureli Tropez

Creole Spirit; live beim 16. Dixieland Jubilee

Creole Spirit;
live beim 16. Dixieland Jubilee

Chaos CACD 8376

Cover_Barrelhouse_Creole-Spirit_Website

Musik aus den Quellen des Jazz hat die Frankfurter Barrelhouse Jazzband bereits vor Jahrzehnten für sich entdeckt und liebevoll gepflegt. Die Liebe ging so weit, dass Bandmitglieder wie der Trompeter und Sänger Horst Schwarz und Bandleader sowie Klarinettist/Saxofonist Reimer von Essen authentisch im Sinne der kreolischen Musiker aus New Orleans komponierten.

Die Kreolen, zumeist Nachkommen französischer Einwanderer und ihrer farbigen Mätressen besuchen oftmals höhere Schulen oder gar Konservatorien. Sie gründeten eigene Theater und Society-Orchester, galten als kunstsinnig und lebensfreudig. In der beginnenden Ära des frühen Jazz verbanden sie afrikanische Rhythmik mit jazziger Phrasierung und Improvisation. Ihre Musik swingte in
liebenswert filigraner Eleganz.Die Kreolen, zumeist Nachkommen französischer Einwanderer und ihrer farbigen Mätressen besuchen oftmals höhere Schulen oder gar Konservatorien. Sie gründeten eigene Theater und Society-Orchester, galten als kunstsinnig und lebensfreudig. In der beginnenden Ära des frühen Jazz verbanden sie afrikanische Rhythmik mit jazziger Phrasierung und Improvisation.

Ihre Musik swingte in liebenswert filigraner Eleganz. Viele Musiker, deren Kompositionen die Barrelhouse Jazzband neben eigenen Stücken präsentierte, stammen aus der kreolischen Bevölkerung und trugen französische Namen wie Barbarin, Bechet, Celestin oder Nicholas. All diese Charakteristika kreolischer Jazzkompositionen hat die Barrelhouse bislang auch in ihren Konzerten gepflegt und frisch gehalten. Nun hat sie der beim Publikum erfolgreichen Form des frühen Jazz eigens eine CD unter dem Titel „Creole Spirit“ in Ludwigsburg live eingespielt. Die Band habe sich von der „wunderbaren Mischung  aus Rhythmik und Lebensfreude der Karibik mit einer gewissen Melancholie anstecken lassen“ schreibt Leader Reimer von Essen im Covertext.

Die Band spielt mit der ihr eigenen Perfektion und Sensibilität, verbindet historische Rückblende mit zeitgenössischer Interpretation. Brillant wie gewohnt sind die Soli auf der gleißenden Trompete, der einfühlsam jubilierenden Klarinette, dem sonoren Bariton-Saxofon, dem teils rollenden, teils stride gespielten Piano, dem slappenden Bass, Schlagzeug, Banjo und der filigranen Gitarre.

Für die Freunde der Barrelhouse und insbesondere deren kreolischen Stücken ist diese CD ein Leckerbissen.

(Die CD kann bestellt werden bei Dieter Nentwig,
jazznentwig@t-online.de ,
Tel. 061833087

Klaus Mümpfer

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