B i l d e r
Carla Bley - 2003 chris-barber_brueck_2010 denise-gordon_homepage Fred Wesley - 2010

Bitter Funeral Beer Band – Live in Frankfurt 82

Bitter Funeral Beer Band
Live in Frankfurt 82

Country and Eastern CE 09

Ist es wirklich schon länger als ein Vierteljahrhundert her, dass eine Musik gespielt wurde, die noch heute so frisch, unverbraucht und mitreißend klingt. Der Schwede Bengt Berger hat Weltmusik in Indien und Afrika studiert und in Ghana seine „Bitter Funeral Beer Music“ konzipiert, die er beim Jazzfestival 1982 in der Mainmetropole mit vorwiegend skandinavischen Künstlern, darunter schräge Streicher, schnatternde Bläser, exotische Saitenzupfer  und treibende Percussionisten, präsentierte. Star unter den Gästen war der Trompeter Don Cherry – ein Weltmusiker par excellence. Doch am stärksten beeindruckt damals wie heute der indische Sarod-Spieler K. Sridhar in der musikalischen Tradition eines Ali Akbar Khan. So zeitlos und zugleich aktuell wie „Bitter Funeral Beer“ mit den Soli von Sridhar, Cherry, dem Saxophonisten Thomas Mera Gartz und der Vokalistin Anita Livstrand sind für mich nur wenige World-Musikc-Kompositionen.

Inspiriert zu der percussiven, polyphonen wie polyrhythmischen Folk-Jazz-Variante wurde Berger von dem ghanaischen Yoruba-Brauch, Verstorbene mit einem festlichen Totengeleit zu würdigen – eine Funktion, die auch den Funerals im alten New Orleans zukam. „Funeral Dance“ ist der Titel eines der ausgedehnten Stücke mit den weit geschwungenen, ostinatoreichen Spannungsbögen sowie tänzerischer Beschwingtheit – ein Titel, der die Musik treffend charakterisiert. So aufregend kann es klingen wenn Folklore und freier Jazz sich zusammenfinden.

Klaus Mümpfer

Schreibe einen Kommentar

<< Dez 2018 >>
MDMDFSS
26 27 28 29 30 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 1 2 3 4 5 6
V e r a n s t a l t u n g e n